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Bedeutung im Zusammenhang von "erklären" und "verstehen" Es ist eine menschliche Eigenart, für bestimmte Dinge eine
Erklärung wissen zu wollen, die schon bei Kindern beginnt, wenn sie
mit "warum" beginnende Fragen stellen, die gelegentlich
nicht mehr enden wollen, weil im Anschluß an jede gegebene Erklärung
mit einer erneuten Frage eine weitere Erklärung
eingefordert wird. Dies erinnert an den peirceschen Prozeß unendlicher
Semiose, der von Umberto Eco als die einzige Garantie für die
Begründung eines semiotischen Systems erachtet wurde, "das
fähig wäre, nur mit seinen eigenen Mitteln über sich selbst
Rechenschaft abzulegen". |
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Das klassische wissenschaftliche Erklärungsmodell ist das deduktiv-nomologische Modell (DN-Modell)
von Carl Gustav Hempel und Paul Oppenheim [HO48], die eine formale Struktur der wissenschaftlichen
Erklärung im Gegensatz zum alltäglichen Gebrauch von Erklärung etablieren wollten.
Das Explanans darf sich in ihrem Modell aus einer Menge allgemeingültiger Gesetzesaussagen (darum nomologisch),
sowie einer Menge von erfüllten Randbedingung zusammensetzen. Die erklärende Schlußfolgerung
auf das Explanandum muß die Deduktion sein (daher deduktiv), weil jene in einer strengen Auffassung von Wissenschaft
apodiktisch zu sein hat.
Zuzuordnen in die Fachbereiche: Wissenschaftstheorie. Mathematische Voraussetzungen: keine
Literatur und Links: [Be01] BARTELBORTH, T.: Erklären. De Gruyter, 2007. [Ca94] CHALMERS, A.F.: Wege der Wissenschaft. Springer, 1994. [Ha08] HAMPE M.: Eine kleine Geschichte des Naturgesetzbegriffs. Suhrkamp. 2008 [HO48] HEMPEL, C.; OPPENHEIM, P.: Studies in the Logic of Explanation. Philosophy of Science 15: 135-175. [Pe93] PEIRCE, C.S.: Phänomen und Logik der Zeichen. Hrsg. und übers, von Helmut Pape. Suhrkamp, 1993 Scientific Explanation (Stanford Encyclopedia of Philosophy)
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Last modified: Mon Mar 16 09:00:52 CET 2009 |
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