Konnektionismus, Dynamizismus und Embodiment


Der Konnektionismus ist innerhalb der Philosophie des Geistes dadurch gekennzeichnet, daß seine Vertreter die Ergebnisse der Neurowissenschaften, aber auch Konzeptionen, die durch Modelle künstlicher neuronaler Netze inspiriert sind, zur Grundlage ihrer Untersuchung mentaler Phänomene erheben. Dieser Auffassung zufolge sind mentale Repräsentationen, wie sie durch die Aktivität einzelner Neurone gegeben sind, subsymbolischer Natur, was keine exakte Beschreibung auf konzeptueller Ebene erlaubt. Systematizität wird in den Hintergrund gestellt und die Fähigkeit zur Mustererkennung als wesentliche kognitive Fähigkeit betrachtet. In diesem Vortrag werden der Konnektionismus und seine neuere Ausprägung als Dynamizismus dargelegt, wobei auch Ansätze aus den Kognitionswissenschaften mit einbezogen werden sollen, welche betonen, daß Kognition immer auch verkörpert ist. Körperhaftigkeit(embodied cognition) impliziert, daß die Natur kognitiver Prozesse auch maßgeblich durch im Körper und der weiteren Umwelt eines kognitiven Systems ablaufende Vorgänge konstituiert ist, und kognitive Prozesse nicht durch eine auf die lokale Informationsverarbeitung innerhalb eines Systems beschränkte Sichtweise verstanden werden können. Dieser Auffassung zufolge werden das natürliche und gesellschaftliche Umfeld eines kognitiven Systems ebenso als Bestandteil des kognitiven Instrumentariums betrachtet. Während der Funktionalismus als neutraler Monismus aufzufassen ist, der die Frage nach der Implementierung funktionaler Zustände für unwesentlich erachtet, vertritt der Konnektionismus eine materialistische Position.



Zuzuordnen in den Fachbereich: Philosophie

Mathematische Voraussetzungen: keine

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Literatur und Links:

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Embodied Cognition (The Internet Encyclopedia of Philosophy)

Connectionism (Stanford Encyclopedia of Philosophy)



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Last modified: Thu Mar 19 09:00:52 CET 2009