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Neuronale
Mechanismen kognitiver Prozesse
Das Ziel, Kognition mittels mathematischer Modelle neuronaler Dynamik erklären zu können, ist
gegenwärtig nur ein Wunschtraum der theoretischen Neurowissenschaft und setzt eine materialistische Position
innerhalb der Philosophie des Geistes voraus.
Nichtdestotrotz gibt es neuronale Mechanismen, welche
die Grundlage kognitiver Prozesse darstellen könnten -
beispielsweise beim Treffen von Entscheidungen aufgrund gespeicherter
Informationen. Die Abbildung links zeigt eine Hopf-Bifurkation, die in verschiedenen
Neuronenmodellen das Einsetzen von Aktionspotentialen
als Grenzzyklen beschreibt [Wil99]. In diesem Vortrag werden sehr einfache dynamische
Modelle für wenige Feuerraten-Neurone, sowie für kortikale
Schichten [Ama77] von Neuronen vorgestellt. Diese Modelle beziehen sich auf
periodische Prozesse, die durch Grenzzyklen bei der Interaktion von bereits zwei Feuerraten-Neuronen auftreten können,
Entscheidungen, Selbstregulierung und
Kurzzeitgedächtnis. Selbstorganisiertes Lernen, Mustererkennung
und Langzeitgedächtnis sind der Gegenstand des nächsten
Vortrags.
Zuzuordnen in die Fachbereiche: Mathematische Biologie,
theoretische Neurowissenschaft
Mathematische Voraussetzungen: Nicht-lineare Dynamik
Literatur:
[Ama77] AMARI, S. : Dynamics of
pattern formation in lateral-inhibition type neural fields.
Biological Cybernetics, 27: 77-87, 1977
[DA01] DAYAN. P. ; ABBOTT, L. F. :
Theoretical Neuroscience. Computational and Mathematical Modeling
of Neural Systems. MIT Press, 2001
[ES02] ERLHAGEN, W. ; SCHÖER, G. : Dynamic Field Theory of
Movement Preparation. In : Psychological Review, Vol. 109, No.3,
545-572, 2002 pdf
[Wil99] WILSON, H. : Spikes,
Decisions, and Actions. The Dynamical Foundations of Neuroscience.
Oxford University Press, 1999
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