Absolute Adresse (real address): Adresse im Hauptspeicher des Rechners.
Arbeitsmenge (working set):Die Arbeitsmenge eines Prozesses mit Parameter delta zu einem Zeitpunkt t ist die Menge der Seiten, die während der letzten delta Zeiteinheiten referenziert wurden.
Ausführungsfaden (thread): siehe: Thread.
Aktives Warten (busy waiting):Warten auf eine Ressource unter permanenter Nutzung des Prozessors.
Auftrag (job):Unter einem Auftrag versteht man ein Programm, das zur Ausführung gebracht werden soll.
Ausführungszeit (service time):Die Zeit, die ein Auftrag (Prozeß) für seine Ausführung braucht, wenn er über alle Ressourcen exklusiv verfügen kann. Vgl. Verweilzeit, Wartezeit.
Aushungern (starvation):Als Aushungern bezeichnet man die Situation, daß ein Prozeß an einer Ressource wartet und diese niemals zugeteilt erhält, obwohl sie regelmäßig verfügbar wird. Diese Situation tritt durch eine fehlerhafte Strategie der Ressourcenzuteilung ein.
Benutzermodus (user mode):
Benutzer-Threads (user-level threads, ULT):
Betriebsmittel (resource): siehe: Ressource.
Blockorientierte E/A (block-oriented I/O):Die Daten werden in Blöcken aus einer meist festen Anzahl von Byte zwischen dem Hauptspeicher und dem Gerät hin- und hertransportiert.
Core-Datei (core file):Speicherabzug eines ehemals laufenden Prozesses. Aus diesem kann man viele Informationen über den Prozeßzustand zum Zeitpunkt des Schreibens der Core-Datei entnehmen.
Datenstromorientierte E/A (stream-oriented I/O):Die Daten werden in Form einzelner Byte zwischen dem Hauptspeicher und dem Gerät hin- und hertransportiert.
Dispatcher (dispatcher):Softwarekomponente, die die Zuteilung des Prozessors zu einem Prozeß durchführt.
Direct Memory Access, DMA (direct memory access):Eine Methode zur Übertragung von Daten zwischen Geräten und dem Hauptspeicher, bei der ein spezielles Hardwaremodul die Arbeit übernimmt.
E/A-intensiver Prozeß (I/O-bound process):Ein Prozeß, der sehr intensiv Zugriff auf E/A-Geräte macht und damit einen wesentlichen Teil seiner Gesamtlaufzeit verbringt.
E/A-Kanal (I/O channel):E/A-Gerät mit eigenem Prozessor, das einen eigenen Befehlssatz aufweist und evtl. Steuerprogramme aus dem Hauptspeicher liest.
Echtzeitsystem (real-time system):Rechnersystem, in dem es nicht nur auf die Korrektheit der Ergebnisse ankommt sondern auch darauf, daß diese zu einer bestimmten Zeit vorliegen. Echtzeitsysteme kommen vorwiegend bei der Steuerung externer Vorgänge (z.B. Überwachung von Produktionsanlagen) zum Einsatz.
Elternprozeß (parent process):Ein Prozeß, der einen anderen Prozeß erzeugt hat, ist dessen Elternprozeß.
Entfernter Prozeduraufruf (remote procedure call):Prozeduraufruf in einem Programm, der nicht eine Routine innerhalb des Programmcodes ruft, sondern eine Routine, die möglicherweise in einem Programm auf einem anderen Rechner abgearbeitet wird. Die Weiterleitung der Anfrage und die Rückübertragung des Ergebnisses sind für den Programmierer transparent.
Fehlersuche (debugging):Suche nach Fehlerursachen im Code von Programmen die zu erkannten Fehlerzuständen führten.
Fehlersuchwerkzeug (debugger):Interaktives Werkzeug, um Fehlerzustände in Programmen analysieren und damit die Fehlerursachen aufdecken zu können.
Flaschenhals (bottleneck): Ein Flaschenhals ist ein Engpaß bzgl. der Nutzung einer Ressource. Der Flaschenhals in modernen Rechnersystemen ist z.B. oft die Zugriffsgeschwindigkeit des Hauptspeichers.
Gangscheduling (gang scheduling):Einer Gruppe von zusammengehörigen Threads aus einer Anwendung wird gleichzeitig eine Menge von Prozessoren zur Abarbeitung zugewiesen.
Gruppen-Scheduling (grup scheduling):Einer Gruppe von zusammengehörigen Prozessen wird gleichzeitig eine Menge von Prozessoren zur Abarbeitung zugewiesen.
Gegenseitiger Ausschluß (mutual exclusion):
Kachel (frame):Zusammenhängender Adreßbereich im Hauptspeicher, auf den ein gleichgroßer zusammenhängender Adreßbereich eines Prozesses, genannt Seite, abgebildet wird.
Keller (stack):
Kernel-Modus (kernel mode): siehe: Systemmodus.
Kernel-Threads (kernel-level threads, KLT):
Kindprozeß (child process):Ein Prozeß, der von einem anderen erzeugt wurde, ist dessen Kindprozeß.
Kontextumschaltung (context switch):Nicht verwendet, da mißverständlich. Gemeint ist manchmal siehe: Modusumschaltung, siehe: Prozeßumschaltung oder \linebreak Thread-Umschaltung.
Kritischer Bereich (critical section):
Kritische Ressource (critical ressource):
Leichtgewichtiger Prozeß (thread):
Logische Adresse (logical address):Adresse im Adreßraum eines Prozesses.
Mailbox (mailbox):Datenstruktur zum Übertragen von Nachrichten von (beliebigen) Sendern zu (beliebigen) Empfängern.
Mehrbenutzerbertieb (multiuser):Mehrere Benutzer haben gleichzeitig \linebreak Programme auf einem Rechner am laufen.
Mehrfädigkeit (multithreading):
Mehrprogrammbetrieb (multiprogramming):Mehrere Programme werden auf einem Rechner gleichzeitig zur Ausführung gebracht und teilen die verfügbare Rechenzeit des Prozessors untereinander auf.
Microkernel-Architektur (microkernel):Architekturform des Betriebssystems, bei der nur die allernotwendigsten Teile den Betriebssystemkern formieren. Alle anderen Funktionen sind aus dem Kern ausgelagert.
Middleware (middleware):Standardisierte Programmierschnittstellen und Protokolle, die (meist in Client/Server-Systemen) die Anwendungsschicht mit der Kommunikationsschicht und dem Betriebssystem verbindet.
Modusumschaltung (mode switch):Umschaltung zwischen Benutzermodus und Systemmodus.
Momentaufnahme (snapshot):Abbild eines Prozesses zu einem bestimmten Zeitpunkt. Aus dem Abbbild ist der Zustand des Prozesses rekonstruierbar. Man kann damit einen abgebrochenen Prozeß wieder aufsetzen.
Monitor (monitor):Hauptkomponente der frühen Stapelverarbeitungs-Betriebssysteme
Multitasking-Betrieb (multitasking): siehe: Mehrprogrammbetrieb.
Nebenläufigkeit (concurrency):
Offset (offset):Angabe eines Versatzes relativ zu einer festen Adresse (im Hauptspeicher, auf Platte usw.).
Paging (paging):Aufteilung des Hauptspeichers in eine Menge von Speicherseiten gleicher Größe.
Physikalische Adresse (real address): siehe: absolute Adresse.
Präemption (preemption):Vorzeitiges Abbrechen einer Tätigkeit zugunsten einer anderen. Üblicherweise ist das Unterbrechen eines Prozesses gemeint. Auch in der Bedeutung: entziehen einer Ressource von einem Prozeß, der sie hält.
Protokollierung (accounting): Mitschreiben von Protokollen, die eine Auswertung der Nutzung des Systems und seiner Leistungsfähigkeit gestatten.
Prozeßabbild (process image): Summe der Bestandteile, die im Speicher einen Prozeß ausmachen: Programmcode, Daten, Keller, Prozeßkontrollblock.
Prozeßauslagerung (swapping): EIn Teil oder der gesamte Adreßraum eines Prozesses wird auf Hintergrundspeicher (Festplatten) ausgelagert.
Prozeßerzeugung (process creation): Starten eines neuen Prozesses.
Prozeßerzeugung (process spawning): Starten eines Prozesses auf expliziten Wunsch eines anderen Prozesses.
Prozessorintensiver Prozeß (processor-bound process):Ein Prozeß, der sehr intensiv den Prozessor verwendet und den wesentlichen Teil seiner Ausführungszeit rechnend verbringt.
Prozeßumschaltung (process switch):Umschaltung von einem laufenden Prozeß auf einen anderen laufenden.
Prozeßverschiebung (process migration):Verschiebung eines bereits laufenden Prozesses von einem Quellknoten zu einem Zielknoten. Meist vorgenommen, um eine bessere Lastverteilung im System zu erhalten.
RAID-System (RAID, redundand array of inexpensive disks):Ein spezielles Plattensystem, das aus der Zusammenfügung mehrerer (typischerweise billiger) Einzelplatten entsteht und neue Qualitätsmerkmale aufweist.
Round-Robin-Verfahren (round robin):
Relozierung (relocation): siehe: Verschiebung.
Ressource (resource):Software- oder Hardwarekomponente, die zur Ausführung einer Aktion benötigt wird.
Scheduling (scheduling):Auswahl von Prozessen, denen ein Prozessor zur Ausführung zugewiesen soll. Allgemein: Zuweisung eines Auftrags zu einer verarbeitenden Einheit.
Segmentierung (segmentation):Aufteilung des Hauptspeichers in eine Menge logischer Segmente mit gleichen Attributen.
Seite (page):Zusammenhängender Adreßbereich eines Prozesses, der auf einen gleichgroßen zusammenhängenden Adreßbereich des Hauptspeichers, genannt Kachel, abgebildet wird.
Semaphor, das (semaphore):Zählende Variable mit definierten Operationen zum Blockieren und Entblockieren von Prozessen.
Speicherresidente Seiten (resident set):Anteil des Codes eines Prozesses, der sich im Arbeitsspeicher befindet.
Stapelverarbeitung (batch processing):Hierbei werden eine Anzahl Programme nacheinander bearbeitet, wobei jedes abgeschlossen sein muß, bevor das nächste begonnen werden kann. Typischerweise sind das nicht interaktive Programme.
Symmetrisches Multiprocesssing (symmetric multiprocessing, SMP)}\newline Bei einem Mehrprozessorsystem mit gemeinsamem Speicher kann das Betriebssystem auf jedem Prozessor ablaufen. Die Übersetzung von SMP als Shared Memory System ist falsch!
Systemmodus (system mode):
Timesharing-Betrieb (time-sharing):Mehrere Benutzer teilen sich den Zugriff zu den Ressourcen des Rechnerns. Hierbei kommen auch interaktive Programme zur Anwendung.
Transparenz (transparency):Wird hier ausschließlich in dem Sinne benutzt, daß z.B. ein transparenter Mechanismus für den Betrachter nicht sichtbar ist. In der Literatur findet man auch häufig die Bedeutung, daß der Mechanismus besonders gut sichtbar ist.
Unterbrechung (interrupt):
Warteschlange (queue):
Verklemmung (deadlock):
Verklemmungsvermeidung (deadlock prevention):
Verklemmungsverhinderung (deadlock avoidance):
Verschiebung (relocation):Verschiebung von Programmcode und Daten im Hauptspeicher, wobei Adressen und Bezüge angepaßt werden müssen.
Verweilzeit (turnaround time, completion time):Zeit, die ein Auftrag (Prozeß) im System verweilt, bevor er abgeschlossen wird. Im Einbenutzer-/Einprogrammbetrieb ist die Verweilzeit gleich der Ausführungszeit. Vgl. Wartezeit. Wartezeit (waiting time):Zeitspanne, während der ein Prozeß im Mehrprogramm- oder Mehrbenutzerbetrieb keinen Zugriff auf die Ressourcen hat. Vgl. Ausführungszeit, Verweilzeit.
Zeitscheibenverfahren (round robin):Die rechenbereiten Prozesse erhalten im zyklischen Wechsel eine feste Zeiteinheit für Berechnungen zugewiesen.
Zeitüberschreitung (timeout):
Zugriffszeit (access time):Bei Festplatten die Zeiten um den Magnetkopf auf die entsprechende Spur zu positionieren und dann zu warten, daß der angewählte Sektor unter dem Kopf erscheint.
Zuordnung (allocation):