Middleware-Konzepte für interoperable Entwicklungswerkzeuge Zur Entwicklung paralleler und verteilter Programme benötigt man Werkzeuge zur Fehlersuche, zur Leistungsanalyse und zu verschiedenen Formen der Ressourcenverwaltung. Die Anbindung dieser Werkzeuge an das laufende Rechnersystem wird mittels eines Monitorsystems vorgenommen, das als Middleware-Komponente zwischen den Werkzeugen und dem Komplex bestehend aus Betriebssystem und laufenden Programm vermittelt. Der Zweck des Monitorsystems ist es, den Werkzeugen eine einheitliche Benutzungsschnittstelle anzubieten, die erweiterbar ist und Interoperabilität zwischen den Werkzeugen gestattet. Über das Monitorsystem können die Werkzeuge das Programmsystem beobachten und manipulieren. Ziel des Projektes OMIS (On-Line Monitoring Interface Specification), das im Rahmen des Vortrags vorgestellt wird, ist es, Middleware-Konzepte für die Einbindung interoperabler Entwicklungswerkzeuge in verteilte Umgebungen bereitzustellen. Dies umfaßt zunächst die Definition der Dienste und Objekte, die den einzelnen Werkzeugen zur Verfügung stehen. Weiterhin wird das Design für eine Realisierung eines verteilten Monitorsystems vorgestellt, das auf eine ausgewählte Zielarchitektur zugeschnitten ist. Die Interoperabilität der Entwicklungswerkzeuge kann in verschiedenen Stufen stattfinden. Im Vortrag wird vorgestellt, welche Mechanismen zum Einsatz kommen und welche Synergieeffekte sich beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Werkzeuge erzielen lassen.